5. April 2021
Bei seinem ersten Auftritt nach den Protesten der Vorwoche teilt uns der Erste Unheilminister Cîțu mit, dass
„Die von uns getroffenen Maßnahmen zeitigen Ergebnisse.“
und dass
„In Rumänien werden die grünen Zertifikate (‚Impfpässe‘) nicht eingeführt“!
Mehr noch, er sagt uns mit Stolz, dass
„Die Inzidenz des Virus in Bukarest leicht sinkt.“
Dass die Inzidenz von 7,8 zu Beginn der Kundgebungen auf gestern 6,85 gefallen ist, zeigt, dass die von uns getroffenen Maßnahmen tatsächlich Ergebnisse zeitigen! Doch nicht die vom Gouwerneur getroffenen Maßnahmen, sondern unsere, die jener, die auf die Straße gegangen sind!
Offensichtlich wäre die Inzidenz, hätten die Kundgebungen noch etwa sechs Wochen angedauert, wahrscheinlich auf 0 gefallen.
Dennoch behauptet Mîțu, „die Kundgebungen seien keinesfalls Grundlage der Entscheidung zur Rückkehr zur Normalität gewesen“ und die Demonstranten müssten „die geltende Gesetzgebung achten!“
Er verlangt von uns, die „geltende Gesetzgebung“ zu achten — von uns, die wir den Ersten Unheilminister auffordern, die Verfassung nicht mehr zu brechen!
Und nicht mehr zu desinformieren!!!
Denn Mîțu hat uns soeben gesagt, dass natürlich immunisierte Rumänen bei der Berechnung der Massenimmunisierung nicht mitzählen. Konkret betrachtet Rumänien nur jene Rumänen als immunisiert, die sich impfen lassen, obwohl mehrere Millionen Rumänen die Krankheit durchgemacht haben und Antikörper besitzen, der Staat sie aber nicht testet.
Und er kündigt uns ferner an, dass
„Wir die Impfkampagne beschleunigen …
Alles hängt von der Impfkampagne ab … sie ist die einzige Lösung, um die Wirtschaft wieder zu öffnen.
Die Impfung ist die einzige Lösung.
Die Beteiligung der Kirche an der Impfkampagne ist nötig.“
Und dass nur so möglich sein werde, dass
„der 1. Juni der erste Schritt zur Rückkehr zur Normalität sei.“
*
Drei Schlüsse:
1. Die Kundgebungen haben Wirkung gezeigt!
(Wären wir zahlreicher und hartnäckiger gewesen, so wären die Wirkungen dem, was wir gefordert haben, weit näher gekommen!)
2. Was uns Erster Unheilminister Mîțu „geboten“ hat, ist völlig unzureichend!
3. Der Kampf um die Rückkehr zur Normalität muss weitergehen!
Nachschrift:
WIR BITTEN DIE KIRCHE IN DEMUT UND BRÜDERLICHER LIEBE, SICH NICHT IN DIE POLITIK DES STAATES EINZUMISCHEN!
JEDER AKT DER KOLLABORATION KÖNNTE VERHEERENDE FOLGEN FÜR DIE GLAUBWÜRDIGKEIT DER KIRCHE HABEN!
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