Sollte von allem, was ich geschrieben habe, ein einziger Satz bleiben, dann dieser: In Rumänien hat nicht der Staat Sicherheitsdienste, sondern die Sicherheitsdienste haben einen Staat. Damit kein Zweifel bleibt, habe ich ihm einen Namen gegeben: Securistan.
Hier stehen die Texte über Haushalte, die sich in zehn Jahren verfünffacht haben, über die verdeckten Offiziere in der Presse, in der Justiz und in den Staatsunternehmen, über die geheimen Protokolle und das „taktische Feld“, über das Nationale Verteidigungskolleg als Pflichttor zu jedem Amt, über die schwarzen Listen, auf denen auch ich landete.
Nie habe ich geschrieben, ein Land brauche keine Nachrichtendienste. Ich habe geschrieben, dass ein Land, das je Bürger viermal mehr für Aufklärung ausgibt als Deutschland und dennoch nicht einmal erfährt, wer ihm die Wahlen kauft, keine Nachrichtendienste hat: es hat eine Kaste. Und diese Kaste hat kein Land zu verteidigen — sie hat ein Land, von dem sie lebt.
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Die Rechnung, die niemand aufmacht: wie die Haushalte von SRI, SIE, STS und SPP sich in zehn Jahren verfünffachten und wie sie in zwei Minuten, ohne ein Wort, beschlossen wurden.
Die Männer mit unerklärtem Dienstgrad in der Presse, der Justiz, den Universitäten und den Staatsunternehmen — und die Vorgesetzten, die sie dort platzierten.
Die wirkliche Machtstruktur Rumäniens: nicht drei Gewalten, sondern vier Kasten, mit ihren Schulen, ihren Prüfungen und ihren Ringen, die geküsst sein wollen.
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