8. April 2021
Leben heißt Freiheit
Freiheit heißt Wahl.
„Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet!“
Und sie aßen … Eva wie Adam. Und sie starben. Und seither sterben wir immerfort.
Doch genau das heißt lebendig sein: wählen! und sterben. Denn man kann nicht sterben, ohne gelebt zu haben.
Zu wählen haben wir das ganze Leben lang, zu sterben nur ein einziges Mal. Doch ohne Wahl, ohne Möglichkeiten ist das Leben unmöglich, ist das Leben kein Leben mehr, denn es gäbe dann weder Betrübnis noch das Glück der recht getroffenen Wahl!
Denn Leben heißt und setzt Freiheit voraus, und Freiheit setzt Wahl voraus.
Sehen Sie, ich habe mit dem Schluss des Textes selbst begonnen. Wenn Sie das schon verstehen, brauchen Sie die wenigen Zeilen unten gar nicht zu lesen.
Gott, die Gottheit — wie immer die Gläubigen jeglichen Ritus und Bekenntnisses dieser Welt sie nennen mögen —, das Absolute — wie es die Metaphysiker, die Philosophen und auch die Agnostiker nennen würden —, ist vollkommen, unwandelbar, „unveränderlich“, unbedingt, ohne Anfang und ohne Ende. Doch in seiner Vollkommenheit ist Er (oder scheint Er) ohne Wahl, denn es gibt keinen anderen als Ihn.
Neben seiner grenzenlosen Liebe und Freigebigkeit, neben seiner unendlichen Barmherzigkeit war die Freiheit — die Notwendigkeit, dass Freiheit im Rahmen seiner offenbarten Möglichkeiten der Offenbarung bestehe — nötig zur Vollkommenheit seiner Vollkommenheit; mit anderen Worten, paradoxerweise: Um absolut zu sein, musste Gott, das Absolute, sich relativieren, mit Sich und durch Sich in „Beziehung“ treten — durch Freiheit, durch Wahl.
Kurz: Die Freiheit war, so glaube ich, der Grund selbst, weshalb die Welt gar nicht anders konnte, als zu sein.
Nun aber setzt Freiheit Wahl voraus.
Es gibt keine Freiheit ohne Wahl.
Es gibt kein Leben ohne Wahl.
Es gibt kein Leben ohne Freiheit.
Und Freiheit setzt sogar (oder vor allem) das Recht voraus, falsch zu wählen.
Deshalb — um zu den handfesten Problemen unserer Tage zurückzukehren — fordere ich Sie weder auf, sich impfen zu lassen, noch, es nicht zu tun; weder Maske zu tragen noch keine; weder zu Hause zu bleiben noch auf die Straße zu gehen; weder sich zu schützen noch sich nicht zu schützen; weder an das Virus zu „glauben“ noch nicht daran zu „glauben“ …
Ich fordere Sie nur auf, frei zu bleiben! Ich fordere Sie auf, zu wählen, wie und was Sie für richtig halten, gleichviel ob Sie früher oder später zu dem Schluss kommen, falsch gewählt zu haben.
Wenigstens werden Sie feststellen, dass Sie selbst gewählt haben! Dass Sie gelebt haben, wie Sie es für richtig hielten!
Und ich fordere Sie ferner auf, jene nicht zu verurteilen, die anders wählen als Sie, die eine andere Entscheidung treffen als Sie — welches auch immer die Beweggründe dieser Entscheidung seien!
Zum Schluss: Lassen Sie nicht andere für sich entscheiden!
Wenn Gott nicht beschloss, an Evas oder Adams Stelle das Gute zu wählen, wer sind dann diese „Experten“, und mit welchem Recht sagen sie uns, dass sie für uns „das Gute“ wählen — nur damit es uns gut gehe?
Wenn Gott uns die Freiheit gegeben hat, wer sind die „Experten“, und mit welchem Recht sagen sie uns, wir müssten auf die Freiheit verzichten, um sicher zu sein, nicht falsch zu wählen — und woher wissen sie, dass es falsch ist?
Die Wahl bedeutet Leben, das Fehlen der Wahl bedeutet Tod — das fordere ich Sie zu begreifen auf.
Ich für meinen Teil nehme sogar das Risiko auf mich, falsch zu wählen (schon wieder!), und sei es nur um des Rechts und des Vorrechts willen, das Gott mir gab: lebendig zu sein und … frei!
Seid frei, und ihr werdet lebendig sein!
*
Nachschrift: Mit anderen Worten, die Wahl und das Recht zu wählen liegen jenseits der Zweiteilung Demokratie – Diktatur.
Es geht um den Unterschied zwischen Leben und Tod selbst!
Deshalb fordere ich euch auf:
Wählt das Leben!
Wählt die Freiheit!
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